Tipps und Tricks


Spiel mit Ihrer Katze

Die Katze ist ein Schleich- und Lauerjäger im Gegensatz zum Hund, den man als Hetzjäger bezeichnet. Dieser grundsätzliche Unterschied bestimmt auch ihr Spielverhalten. Wenn Ihre Katze auf eine Beute oder ein Spielzeug lauert, dann sitzt sie vollkommen unbeweglich auf niedergelassenen Pfoten, die Augen sind fixiert auf die Beute, Ohren und Schnurrhaare nach vorn gerichtet.
Ihre Aufregung und ihre Spannung nehmen Sie allenfalls über die leicht zuckende Schwanzspitze wahr. Eine Katze kann minutenlang so verharren. Gönnen Sie ihr diesen Teil des Beutefangrituals. Denken Sie nicht, sie habe kein Interesse. Geht sie nun vom Lauern ins Anschleichen über, wird sie sich leicht erheben …. absolut in Zeitlupe …. und mit äußerster Konzentration und kaum sichtbar eine Pfote nach der anderen nach vorn setzen, die Schwanzspitze zuckt.
Und dann springt sie wie aus dem Nichts mit den Vorderpfoten auf die Beute und schlägt ihre Zähne hinein, … die Hinterpfoten folgen diesem nach.
Wenn Sie also mit Ihrer Katze spielen, berücksichtigen Sie dieses arttypische Beutefangverhalten. Lassen Sie sie also nicht unendlich hinter einem sich rasch bewegenden Spielzeug her hetzen. Sie wird das zwar tun, es ermüdet sie aber rasch, und es erzeugt bei ihr keinen Jagderfolg. Missmutig und abgekämpft wird sie einfach liegen bleiben. Beachten Sie außerdem, dass sich Beute niemals auf die Katze zu bewegt. Alles, was Sie ihr als Spiel anbieten, sollten Sie möglichst so bewegen, wie sich ein echtes Beutetier bewegen würde, welches den Jäger noch nicht entdeckt hat. Das wird Ihre Katze zu höchster Konzentration führen und ihr wirklich Freude bereiten. Unbedingt sollten Sie ihr innerhalb der Spielsequenz Jagderfolge bereiten, sie also das Spielzeug wirklich fangen lassen. Das sogenannte Stauspiel schließlich stellt den Abschluss eines Beutefangs dar. Dabei schleudert die Katze eine echte Beute viele Male mit der Pfote in die Luft, springt danach, setzt spielerisch nochmals den Tötungsbiss, wirft die Beute wieder und vollführt dabei die akrobatischsten Kapriolen. Auch mit Spielzeug zeigen Katzen dieses Verhalten. Es dient nach echter Jagd und auch beim Spiel dem Stressabbau und der Entspannung und ist echtes Spielverhalten, wie der berühmte Verhaltensforscher Prof. Dr. Paul Leyhausen herausfand. Die Katze ist das einzige Raubtier, das ein solch echtes Spielverhalten zeigt.
Eine Katze belauert, beschleicht und fängt eine echte Beute in der Regel in einem Zeitraum zwischen 10 und 15 Minuten. Länger sollten ihre gemeinsamen Spielzeiten nicht dauern, dafür lieber gern zwei- bis dreimal am Tage. Konzentrieren Sie sich dabei komplett auf die Katze, spielen Sie nicht nur nebenbei. Das bemerkt sie und wird frustriert davon gegen.
Katzen lieben Rituale.
Lassen Sie Spielzeuge nicht herumliegen. Sie verlieren dann ihren Reiz und animativen Charakter. Räumen Sie Spielzeug nach der Spielsequenz weg an einen Ort, den die Katze genau kennt. In der Regel wird Ihre Katze Sie schon nach kurzer Zeit, wenn Sie Lust auf Spielen hat, zu „ihrem“ Spielzeugschrank oder -regal führen und Sie dadurch zum Spiel auffordern. Bei der Auswahl von Spielzeug denken Sie ebenfalls an die Größe eines normalen Beutetieres, also Maus, kleiner Vogel, Eidechse, Insekt.
Wunderbarer Ersatz hierfür sind also kleine Papierbällchen, Korken, Flaschendeckel, Tischtennisbälle, Federn jeglicher Art, kleine Ästchen und Papierschnipsel jeder Art. Achten Sie bei der Auswahl dessen, was Sie Ihrer Katze anbieten, aber auch darauf, dass das Spielzeug nicht zu klein ist. Wie auch kleine Kinder neigen Katzen durchaus dazu, zu kleines Spielzeug zu verschlucken.
In der Folge kann dann ein überaus teures Diagnostikverfahren auf Sie und Ihre Katze zukommen mit nachfolgender Operation. Die vom einschlägigen Handel angebotenen Spielangeln werden ebenfalls gern angenommen. Da diese alle Bänder, Seile oder biegbare Metall- oder Fiberglasteile enthalten, die der Katze lebensbedrohlich gefährlich werden können, achten Sie darauf, Ihre Katze niemals, wirklich niemals allein damit zu lassen.
Räumen Sie also alle Bänderspielzeuge und ähnliches stets zuverlässig fort nach dem Spiel, und zwar so, dass auch keine „Selbstbedienung“ möglich ist.
Gänzlich verzichten sollten Sie auf Spielzeuge aus echtem Leder oder Fell, und zwar aus zwei Gründen. Diese Spielzeuge sind ausnahmslos alle Produkte aus Restmaterial der Fellindustrien unbekannter Herkunft.

Es kann also sein, dass Sie Ihre Katze unwissentlich mit einem Spielzeug aus Katzen-, Hunde- oder gar Seehundfell spielen lassen. Das verträgt sich nicht mit Ihrer Eigenschaft als Tierhalter, der Sie ja nun seit Einzug der Katze bei Ihnen sind. Zum anderen werden bei der Verarbeitung solcher Felle unbekannter Herkunft oft scharfe Chemikalien eingesetzt und / oder Färbemittel, die toxisch für Katzen sein können. Das sollten Sie nicht riskieren. Die Hände des Menschen sollen und dürfen für Ihre Katze ausnahmslos nur zum Streicheln und zum Futtergeben da sein. Bedenken Sie, dass alles für Sie spielerisch Erscheinende zum Repertoire des Beutefangverhalten gehört und eine Katze deshalb mit Krallen und Zähnen kräftig „zulangen“ wird. Es besteht zum einen also Verletzungsgefahr für Sie, und zum anderen soll Ihre Katze Sie ja auf Dauer nicht als Beute betrachten.
Junge Katzen neigen beim Spiel gern dazu, den Unterarm des Spielpartners zu umklammern und dabei zu beißen und heftig mit den Hinterpfoten zu kratzen.
Dieses Verhalten kommt nicht aus dem Beutefangrepertoire, sondern gehört zum Kampfverhalten von Katzen.
Eine in die Enge getriebene Katze wird sich bei einem echten Angriff ducken, laut anfangen zu fauchen, die Ohren vollkommen anlegen bei weitgestellten Pupillen. Lässt ein Angreifer nicht ab, rollt sich die angegriffene Katze blitzschnell seitlich auf den Rücken und hat nun alle vier Pfoten mit sämtlichen Krallen plus die Zähne frei, um den auf sie springenden Angreifer zu attackieren. Das ist bei kleinen Katzen durchaus noch lustig und possierlich anzuschauen. Ihre Katze bleibt aber kein Kitten. Und wenn dann eines Tages eine ausgewachsene Katze mit rund 4kg Ihren Arm bearbeitet, ist das kein Spiel mehr. Sollte also Ihr junges Kätzchen dieses Verhalten auf einmal mit ins Spiel einbauen, dann „heizen“ Sie es bitte nicht noch an, sondern unterbrechen Sie das Spiel sofort. Halten Sie die umklammerte Hand ganz ruhig und lösen Sie mit der anderen Hand die Pfoten Ihrer Katze, sagen Sie laut und klar „Nein!“ oder „Stopp!“, stehen Sie auf, und gehen Sie einige Meter weit weg. Ihr Kätzchen wird das schnell lernen.
  • Aus Liebe zum Haustier





  • Namen lernen und Verbote
    Katzen sind sehr lernwillig und begreifen Dinge in kürzester Zeit, sofern Anlass und Ablauf unverwechselbar sind. So ist das auch beim Lernen des Namens.
    Ihre Katze soll ihren Namen mit ausschließlich Positivem verbinden. Dazu eignet sich die Fütterung am besten. Stellen Sie Ihrer Katze das Futter auf den Futterplatz, setzen Sie sich gemütlich daneben auf den Boden. Beginnen Sie nun, Ihre Katze zu streicheln, während sie frisst, und sagen Sie ohne Unterbrechung ausschließlich ihren Namen. Die meisten Katzen lernen auf diese Weise den Namen, den Sie für sie ausgewählt haben, innerhalb von zwei oder drei Tagen. Rufen Sie sie auch unabhängig von den normalen Zeiten mit diesem Namen. Kommt sie, dann geben Sie ihr ein Leckerli … oder Sie erzählen ihr einfach flüsternd, was für ein wunderbares Geschöpf sie ist. Auch im Laufe des Tages wird sie es zu anderer Gelegenheit genießen, wenn Sie sie in Ihr tägliches Tun mit einbeziehen und sie mit Namen zur Teilhabe auffordern. Wenn Ihre Katze irgendetwas getan hat, was Ihr Missfallen erregt und was Sie auf keinen Fall wiederholt sehen möchten, dann sagen Sie deutlich und klar „Nein!“ oder „Stopp!“. Überlegen Sie sich bitte, bevor Ihre Katze einzieht, was das Signalwort sein soll. Nutzen Sie für dergleichen Momente niemals, wirklich niemals (!) den Namen. Katzen sind ausgesprochen ausdauernd darin durchzusetzen, was sie wollen. Stellen Sie sich also Ihre Katze so vor, als wäre sie ihr ganzes Leben lang ein pubertierender Jugendlicher. Sie wird wie jene alle Verbote täglich aufs Neue auf ihre Gültigkeit überprüfen …. Und sie hat darin einen langen Atem. Denken Sie also nicht, sie verstünde Ihr Anliegen nicht. Nein, sie prüft einfach, ob heute, jetzt und gerade in diesem Moment das noch gilt, was vor zwei Stunden oder gestern gegolten hat.
    Auf diese Weise sind Sie als Mensch immer wieder gefordert, Kompromisse und Gentleman Agreements zu schaffen. Katzen begegnen dem Menschen immer als Partner auf Augenhöhe … aber das ist es ja, was Sie auch an ihr schätzen bzw. schätzen lernen werden.
  • Katzenerziehung


  • Clickertraining
    Für die Erziehung Ihrer Katze ist Clickertraining hervorragend geeignet. Dafür gibt es zahlreiche Bücher als Anleitung, oder Sie schauen bei dem nachfolgenden Link.
  • Clickertraining

  • Die Bedeutung des Schlafes
    Katzen schlafen viel, ungeheuer viel … Stören Sie sie niemals dabei. Besonders junge Katzen benötigen für ein gesundes Wachstum viel Schlaf. Schaffen Sie ihr dafür Orte und Gelegenheiten, an und in denen sie ihrem Schlafbedarf wirklich ungestört nachgehen kann. Insbesondere für Kinder stellt das eine Herausforderung dar, weil sie lernen müssen, dass ihre eigenen Wachphasen nicht unbedingt denen von kleinen …. Und später auch großen … Katzen entsprechen. Außerdem sind Katzen, insbesondere kleine Katzen, so herzerwärmend anzuschauen, dass man sich gern zum Streicheln angeregt fühlt. Lehren Sie als Erwachsene Ihre Kinder, dass das unter keinen Umständen sein darf.
  • Bedeutung des Schlafes




  • Tipps und Tricks rund ums Spielen mit Katzen, das Namenlernen und Verbote sowie das Geheimnis des Schlafes Ihrer Katze.
    Eine Handreichung von Ingrid Filgraebe-Holland - Cellani Abessinier

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