Katzenkrankheiten

Vorbemerkungen

Dieser Text soll Ihnen als zukünftigem Besitzer einer Abessinier oder Somali Katze einen kleinen Überblick geben über mögliche Erkrankungen bei Katzen. Es ist nur ein Ausschnitt dessen, was es an allgemeinen Erkrankungen gibt. Alle Informationen, die Sie hier finden, können Ihnen helfen, wenn Ihr Tier einmal erkranken sollte. Sie ersetzen aber nicht den Gang zum Tierarzt. Neben Informationen über vererbliche Erkrankungen, die für Abessinier und Somalis beschrieben wurden, finden Sie auf den Folgeseiten auch Informationen über ansteckende Krankheiten, Krankheiten der inneren Organe und des Bewegungsapparates.

Autoren: Gabriela Wolter, Isatai Abessinier - Ingrid Filgraebe, Cellani Abessinier

  • Vererbliche Erkrankungen: PRA und PKdef.
  • Ansteckende Erkrankungen: Katzenschnupfen, Katzenseuche und FeLV
  • Ansteckende Erkrankungen: Mikrosporie / Felines Coronavirus & FIP
  • Ansteckende Erkrankungen: Durchfall durch Einzeller und Würmer
  • Nicht ansteckende Erkrankungen: Harntrakt und Leber
  • Erkrankung des Bewegungsapparates: Patella Luxation und Hüftdysplasie



  • Eingabe von Medikamenten
    Ist Ihre Katze krank, dann wird Sie möglicherweise vom Tierarzt ein Medikament verordnet bekommen, dass sie einnehmen soll. Das Unterschieben von Arzneimitteln mit dem normalen Futter gelingt selbst bei Lieblingsspeisen nur in den seltensten Fällen. Wenn Ihre Katze an Vitamin- oder z.B. Käsepaste gewöhnt ist, kann man versuchen, die Tabletten in der Paste zu verstecken, auch Leberwurst kann sich dafür eignen. Bei herabgesetztem oder fehlendem Appetit bleibt meist nur die Zwangseingabe übrig.

    Am einfachsten ist es, wenn Ihre Abessinier oder Somali schon beim Züchter gelernt hat, wie man Tabletten einnimmt. Üben lässt es sich am besten, wenn man mit dem Finger ein Stück Fleisch verabreicht, damit die Katze lernt, dass mitunter eben dieser Finger in ihrem Mäulchen ist, so dass sie sich, wenn eine Tablette oder Kapsel verabreicht werden muss, nicht erschreckt.

    Man setzt die Katze dazu so vor sich, dass sie von einem wegschaut. Eine Hand umschließt von unten den Kieferknochen hinten am Gelenk. In der anderen Hand hält man mit Zeigefinger und Daumen das, was eingegeben werden soll (also anfangs ein Stück Fleisch). Mit dem Mittelfinger tippt man nun seitlich hinter dem Fangzahn auf den Unterkiefer, um ihn leicht zu öffnen. Nun schiebt der Zeigefinger das Fleischstück seitlich ins Mäulchen. Die Katze wird das Fleisch gern annehmen. Deshalb kann man einen kurzen Moment den Finger mit im Mäulchen lassen, damit sie auch dessen Aroma schmecken kann. Bei den nächsten Übungsschritten in den folgenden Tagen schiebt man sodann das Fleischstück immer tiefer mit dem Finger bis in den Rachen, bis die Katze auch bei dieser Prozedur kein Erschrecken mehr zeigt. Nun kann man eine Tablette oder Kapsel, wenn die Katze das Futtertraining gut beherrscht, in eine vorher geschnittene Tasche im Fleisch schieben und das „Paket“ komplett eingeben. Die meisten Katzen tolerieren nach entsprechender Übung auch die Eingabe der Tablette oder Kapsel pur ohne Gegenwehr. Üben Sie das mit Ihrem Abessinier oder Somali Kitten in noch gesunden Tagen … für alle Fälle!

    Aber es lässt sich auch zu zweit bewerkstelligen. Eine Person sollte die Katze so halten, dass sie niemanden verletzen kann und selbst dem Griff nicht entkommen kann. Der oder die andere sollte dann die Tablette möglichst weit nach hinten auf die Zunge der Katze legen. Das Tier sollte solange gehalten werden, bis sie die Tablette auch wirklich geschluckt hat. Wie Kinder behalten nämlich manche unserer Katzen, und auch darin sind Abessinier und Somalis geschickt, häufig die Tablette so lange im Mäulchen, bis sie in einem unbemerkten Moment wieder ausgespuckt wird. Beim Tierarzt gibt es auch Tabletteneingeber. Das ist ein längeres Röhrchen mit einer etwas breiteren Öffnung vorne, in die die Tablette eingelegt wird. Nachdem das Röhrchen seitlich ins Mäulchen eingeführt ist, drückt man die Tablette mit eingebautem Stift ins Mäulchen. Im Handel gibt es mittlerweile auch weiche, schmackhafte Leckerli, in denen Tabletten und Co. versteckt werden können und die von Katzen gern verzehrt werden.

    Bei Einnahmen über einen längeren Zeitraum empfiehlt es sich, das Medikament im Wasser aufzulösen und es mit Hilfe einer Spritze ins Mäulchen zu spritzen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Spritze seitlich in das Schnäuzchen der Katze eingeführt wird. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob das verordnete Medikament auch aufgelöst verabreicht werden kann.

    Fieber als Symptom
    Erhöhte Temperatur und Fieber stellt keine eigene Erkrankung dar, sondern ist vielmehr ein Anzeichen dafür, dass sich der Organismus Ihrer Abessinier oder Somali mit einer Erkrankung auseinandersetzt und der Körper versucht, selbst aktiv zu werden bei der Bekämpfung. Schon bei dem Verdacht, dass mit Ihrer Katze etwas nicht stimmt, sollte als erstes die Temperatur gemessen werden. Der Schwanz wird etwas angehoben, dann führt man das mit etwas Creme (Vaseline) eingefettete Thermometer waagerecht in den After ein. Digitale Thermometer, die eine biegsame Spitze haben, geben die Körpertemperatur in kürzester Zeit an.

    Die Normaltemperatur Ihrer Abessinier oder Somali liegt, wie bei allen Katzen, um 38,5 °C.

    Temperaturen unter 38 °C oder über 39 °C sind erste Hinweise auf eine Krankheit. Bei Fieber ist es sehr wichtig, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten! Nimmt die Katze freiwillig keine Flüssigkeit auf, sollte man ihr mit einer kleinen Spritze bis zum Tierarztbesuch immer wieder etwas Wasser einflössen.
    Ein Tierarztbesuch ist unumgänglich, um die Ursache des Fiebers zu klären und die zugrunde liegende Krankheit zu therapieren.



    Foto Header: Somali und Abessinier ruddy - CATTERY HAUTS DU SAHARA'S

    Kontakt

    • E-Mail: info@somali-abessinier-kitten.de

    Webmaster

    • G. Fritsch
    • 91230 Happurg
    • Schupfer Straße 46

    © 2021 | Abessinier & Somalikatzen